Satellitengestützte Ermittlung von Bodenbewegungen
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    Satellitengestützte Ermittlung von Bodenbewegungen

    Bodenbewegungen stellen potentielle Gefahren für Mensch und Umwelt dar. Neben dem aktiven Bergbau, der Erdöl-/Erdgasgewinnung und Änderungen des Grundwasserhaushalts können auch natürliche Gegebenheiten (wie z.B. unterirdische Hohlräume) Ursachen für Bodenbewegungen sein. Die Ermittlung risikobehafteter Bodenbewegungen ist insofern ein wichtiges Hilfsmittel, um Schadensfällen vorzubeugen.

    Neben den terrestrischen Verfahren zur Bodenbewegungsermittlung hat in den letzten Jahren die fernerkundliche Methode der Radarinterferometrie stark an Bedeutung gewonnen. Grundsätzlich können sowohl satelliten- wie auch flugzeuggestützte Radardaten für eine Auswertung genutzt werden. Vorteile liegen zum einen in der flächenhaften Bestimmung. Zudem lassen sich Archivdaten im Hinblick auf Bodenbewegungen nutzen. So können auch im Nachhinein Aussagen über Gebiete getroffen werden, bei denen zuvor keine Informationen über Bewegungen vorlagen.

    Das Verfahren der Radarinterferometrie wird bei der DMT seit 4 Jahren in Forschungs- und Dienstleistungsprojekten eingesetzt. Neben der Ermittlung von Bodenbewegungen für die Bergbau- und Erdöl-/Erdgasindustrie gehören auch internationale Schulungsmaßnahmen für diese neue Technik zum Leistungsspektrum. In Kooperation mit mehreren Projektpartnern wird die Technik ständig weiterentwickelt und auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten.