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Dr. Dirk Orlowsky
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Anwendung in der Geotechnik: Tunnelvorfeld
Gerichtete Radartechnik wird auch in der Geotechnik zur Tunnelvorfelderkundung eingesetzt. Hierfür steht ein weiteres gerichtetes Bohrlochradarmesssystem zur Verfügung. Dies kann in kurze 2 m-Segmente zerlegt werden, so dass es mit Schubstangen in horizontalen Bohrlöchern oder mit einer mobilen Winde in vertikalen Bohrlöchern bis zu Einsatzteufen von 1000 m verfahren werden kann.
Für die Erkundung des näheren Umfeldes einer Bohrung werden Antennen mit 50 MHz, 100 MHz und 250 MHz eingesetzt. Diese Apparatur ist vorwiegend für den Einsatz in horizontalen Bohrungen innerhalb von Strecken oder Tunneln vorgesehen. Die Messung wird unter Einsatz einer tragbaren Steuereinheit durchgeführt, wobei die Sonde bei „kurzen Bohrungen“ mit einem Schubgestänge von Hand im Bohrloch verfahren werden kann. Bei „längeren Messstrecken“ wird die Sonde über einen Adapter mit einem Gestänge verbunden und mit einer Bohrlafette bewegt.
Aufgabenstellungen für solche Einsätze sind beispielsweise die Erkundung bestehender und abgeworfener Grubenbaue oder die Ermittlung geologischer Hindernisse im Vorfeld von Tunnelauffahrungen.




