Erkundung von wilden Kohlebränden
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    Dr. Bernd Teigler
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    Erkundung von wilden Kohlebränden

    Unkontrollierte, wilde Brände von Kohleflözen im Untergrund stellen ein weltweites ökologisches Problem dar. Diese Schwelbrände belasten den Boden, das Grundwasser und die Atmosphäre. Der Ausstoß an Kohlendioxid aus diesen Bränden trägt zur Verstärkung des Treibhauseffektes bei. Neben den Umweltaspekten vernichten die Brände wertvolle Energieressourcen und gefährden Anlieger. Aus vielen Ländern, in denen Kohleabbau betrieben wird, sind wilde Kohlebrände bekannt: z.B. aus China, USA oder Indien.

    Um Brände gezielt löschen zu können, müssen die Löschmittel möglichst auf die Feuerfront (hot spot) konzentriert werden. Die Erkundung der genauen Lage der Feuerfront kann mit modernen Methoden der Exploration erreicht werden. Auf diese Weise lassen sich Löschmittel wirtschaftlich einsetzen und die Löschzeit deutlich verkürzen.

    Seit dem Jahre 2000 sind wir kontinuierlich in Projekten der technischen Zusammenarbeit und in Forschungsprojekten zur Untersuchung des Phänomens der wilden Kohlebrände involviert. Der Einsatz unserer Explorationsverfahren hat die vorzeitige Löschung eines großen Brandes im Westen Chinas ermöglicht.

    Das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls und die dadurch eröffneten Möglichkeiten des Clean Development Mechanism (CDM) ermöglichen es Unternehmen aus Industrieländern, durch die Löschung von Kohlebränden in Entwicklungsländern CO2-Zertifikate zu erwerben, die sie in ihren Heimatländern nutzen können.